Thomas Ungruh

Thomas Ungruh
Thomas Ungruh
focus & feeling
48149 Münster
tungrug@gmx.de
www.focusandfeeling.com
*1967
verheiratet, 4 Kinder
  • 84-87 Ausbildung zum Bergmann
  • 87-88 BW-Gefreiter des Militärpfarrers
  • 88-90 Bergmann "Untertage"
  • 90-92 Ausbildung zum Marketing-Kfm./Unternehmensberater
  • 92-98 Studium Dipl. Ing. Architektur
  • 1998-2009: Architekt, experimentelles Bauen, int. Wettbewerbe, Projektentwickler, Bereichs-Ltg Planen & Bauen,Wirtschaftsförderung und Denkmalschutz
  • 2007-2010: Studium MA. Redevelopment Management & Design, RWTH int. Aachen
  • seit 2010 div. interdisziplinäre Projekte
Aktuelle Tätigkeit: freischaffender Künstler & Fotograf
Erweitert Hintergrund:
Mitarbeiter iB interdisziplinäre Somnologie (Schlaflabor)
Off-Road-Reisender
Entwicklungshelfer
Künstlerischer Kontext / Hintergründe:
Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit digitaler Infrastruktur, technologischen Systemen und deren gesellschaftlichen, politischen und psychologischen Auswirkungen auf das Individuum.
TU untersucht Spannungsfelder zwischen technologischem Fortschritt und persönlicher Wahrnehmung, zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, Souveränität und Hilflosigkeit, Vergangenheit und Zukunft. Durch die Integration fragmentierter, aktueller oder ausgedienter technischer Infrastrukturen entstehen Arbeiten, die gesellschaftliche Prozesse sichtbar machen und zugleich aktiv in bestehende Räume eingreifen.
Die temporären Interventionen erscheinen oft unerwartet – für wenige Stunden oder über mehrere Monate – und entwickeln sich durch Umwelt, Nutzung und soziale Interaktion permanent weiter. Sie entstehen an Orten globaler Verdichtung und Transformation: Containerhäfen, Museen, Philharmonien, Flughäfen, Grenzübergänge, Ghettos, Überschwemmungsgebiete, verbrannte Biotope oder schmelzende Gletscher in Island – Orte digitaler Fußabdrücke.
Von farbintensiven Mikrostrukturen mit feinen 5G-Glasfaser-Assoziationen bis zu den überlebensgroßen „Three Beings“ aus verwobenen Datenröhren untersucht TU die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Technologie und Raum. Mit Arbeiten wie „Es geschah am helllichten Tag“, einer großformatigen Installation, die bereits an zahlreichen Orten Europas überraschend auftauchte, schafft er immersive Situationen, die tief in gesellschaftliche Wahrnehmungsräume eingreifen.